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Abbrennzeit vom Systemblitz nutzen

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Vor ein paar Tagen habe ich mich mal mit der Abbrennzeit von Systemblitzen beschäftigt und habe geschaut, was man damit so anstellen kann. Digitale Spiegelreflexkameras haben ja schon teilweise eine erstaunlich kurze Verschlusszeit von 1/8000 sec., die aber nur in Situationen genutzt werden kann, wenn ausreichend Licht vorhanden ist, wie z.B. im Sommer in der direkten Sonne.

Es klingt komisch aber manchmal kann eine Verschlusszeit von 1/8.000 sec. noch zu langsam sein! Gerade bei Aufnahmen, wie bei dieser, wo Wasser im Spiel ist. Zudem haben wir noch das Problem, wenn wir einen Blitz einsetzen, dass man quasi auch an die Blitzsynchronzeit (z.B. 1/200s) der Kamera gebunden ist. Wenn ich nun also solche Aufnahmen mit einer Verschlusszeit von 1/200s mache, sehen die alles andere als eingefroren aus.

Und in diesen Fällen bedient man sich einfach der Abbrennzeit des Blitzes. Diese können nämlich noch weitaus kürzer sein als die Verschlusszeit der Kamera! Je nach eingestellter Leistung liegt die Abbrennzeit eines Youngnuo YN-560 zwischen einer ca. 1/500s (volle Leistung) und einer ca. 1/20.000s (schwächster Leistung). Für solche Aufnahmen gilt allerdings als Voraussetzung, dass das Umgebungslicht komplett ausgeblendet wird.

In einem schlecht beleuchteten Zimmer hat man mit einer Kameraeinstellung von 1/160s, ISO100 und einer Blende von 8 meistens ein dunkles Bild. Die Verschlusszeit der Kamera spielt also jetzt keine Rolle mehr, weil bei der Aufnahme nur die Bildinformationen aufgenommen werden, die bei der kurzen Abbrennzeit des Systemblitzes belichtet werden. So ist es möglich auch sich sehr schnell bewegende Objekte einzufrieren, ohne auf die Verschlusszeit der Kamera achten zu müssen.

Ich habe mir in meinem Beispiel einfach ein paar Bücher auf den Tisch gelegt und eine Plexiglasscheibe (Milchglas) so darüber platziert, dass ich darunter noch den Blitz mit dem Funkempfänger legen konnte. Darüber kam auf die Scheibe das große Gefäß, in das ich Mineralwasser gefüllt habe, damit es viele kleine Bläschen gibt. Optimal geht es, wenn man es zu zweit macht. Einer lässt eine Scheibe Zitrone in das Glas fallen und der andere macht das Foto. In diesem Fall habe ich hier das Sigma 70-200 an der Canon EOS 5D Mark II verwendet.

Kamera und Blitzeinstellungen:

Der Blitz steht auf niedrigster Leistung, wo er ca. eine Abbrennzeit von 1/20.000 sec. hat.

Und das ist auch schon alles! 😉 In dem letzten Bild könnt ihr sehen, wie das Original aus der Kamera aussieht und im Vergleich dazu das bearbeitete in Lightroom.

Probiert es doch mal aus…

 

 

Veröffentlicht von

Portrait- und Hochzeitsfotograf aus Bielefeld

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