Visible Dust Set
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Sensorreinigung mit Visible Dust

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Heute möchte ich euch mal zeigen, dass man seine Kamera nicht unbedingt für eine Reinigung zum Servicepunkt bringen muss. Vorausgesetzt man traut es sich zu, es selber zu machen. Denn so ganz ungefährlich ist das Ganze nicht! Im schlimmsten Fall beschädigt man den Bildsensor und dann ist die Kamera quasi hinüber.

Ich habe mich auch erst im Internet schlaugemacht, was es für Möglichkeiten gibt. Hängen geblieben bin ich bei der Nassreinigung von Visible Dust. Das sind so genannte „Swaps“, die man mit einer Reinigungsflüssigkeit beträufelt und dann über den Sensor ziehen kann, um so die hartnäckigen Verunreinigungen zu entfernen.

Ganz günstig ist so ein Set mit zwanzig Euro nicht, aber günstiger als den Sensor reinigen zu lassen. Wenn man bedenkt, was da an Materialwert drin steckt, ist es schon fast eine Frechheit so viel Geld dafür zu verlangen. Aber nun gut… Diese gibt es übrigens in unterschiedlichen Größen. Für Vollformat 1.o oder Crop-Kameras 1.6.

Besonders schwer ist das reinigen nicht. Als Erstes muss man bei Canon über das Kameramenü die Sensorreinigung auf manuell stellen. GANZ WICHTIG!!! Vorher darauf achten, dass der Akku VOLL geladen ist! Es wäre schlimm, wenn während des Vorgangs der Spiegel wieder herunterklappt. Man sollte vorher einmal das Kameragehäuse mit einem Blower auspusten, damit das Gröbste schon mal raus ist.

Der Spiegel ist jetzt also hochgeklappt und der Verschluss hat den Sensor freigegeben. Als Nächstes nimmt man sich einen Swap und beträufelt ihn an beiden Enden jeweils mit einem Tropfen der Reinigungsflüssigkeit. Er sollte nicht zu nass sein, damit nicht zu viel Flüssigkeit auf dem Sensor bleibt.

Als Erstes setzt ihr den Swap an einem Ende des Sensors auf und zieht ihn bis zu der anderen Seite. WICHTIG: Einmal reicht! Dann dreht ihr den Swap um und zieht damit wieder zum Startpunkt zurück. Anschließend wartet ihr, bis sich die Restflüssigkeit verflüchtigt hat und montiert euer Objektiv auf das Gehäuse und schaltet die Kamera über den Haupschalter aus und wieder ein. Dann schaut ihr mit einem Probelauf, ob der Sensor sauber ist.

Wie das geht?! Ganz einfach… Blende 22, ISO / Verschlusszeit anpassen und dann z.B. in den Himmel fotografieren. So seht ihr die Sensorflecken am besten. Wer noch mehr sehen möchte, wendet auf das Foto eine extreme Tonwertkorrektur an.

Wenn nach dem 1. Durchgang noch nicht alles weg sein sollte, dann macht es noch mal mit einem NEUEN Swap.

Bei mir war nach dem 2. Durchgang alles weg und ich bin zufrieden mit dem Ergebnis! :)

Hier der Vergleich: Vorher / Nachher (draufklicken, um den Unterschied zu sehen)

 

 

Veröffentlicht von

Portrait- und Hochzeitsfotograf aus Bielefeld

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